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Meine Printprodukte sind "Made in Eimsbüttel" und direkt bei mir zu erwerben. Ich habe keinen Laden, aber es funktioniert dennoch ganz unkompliziert. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie eine Mail. Zur Übergabe verabreden wir uns im Viertel.

"WILD IN EIMSBÜTTEL"


Erstaunlich, wen ich alles mit Geduld und Fotografenglück in den Straßen, Hinterhöfen und Parks von Eimsbüttel vor die Linse bekam.

Aus dieser Foto-Serie sind verschiedene Printprodukte zu erwerben.


Postkarte:   1,50 Euro

Bierdeckel:  1,50 Euro

A5-Foto auf Kapa (5mm, grauer Kern): 20 Euro

Großfoto 50x75cm mit weißem Rand:    80 Euro


Es sind auch Sonderanfertigungen möglich.  

Alle Preise enthalten 19% MwSt.

Von oben links:

Karly, Mügge,

Biso, Line, Werner, Villa,

Silly, Mary, Else, Manta(o), Hansi(u),

Lu

Ein Buch über 25 inhabergeführte Geschäfte rund um die Osterstraße in Hamburg Eimsbüttel. Viele der porträtierten Läden existieren schon nicht mehr.

Herausgegeben von der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel.


Größe A4: 5 Euro

Ihr neuer Fotokalender zeigt Orte in Eimsbüttel mit Tieren, die man hier eher nicht auf den Straßen erwartet. Wie kamen Sie darauf, wilde Tiere in Eimsbüttel zu platzieren?

Die Tiere standen einfach dort. (lacht) Das sind seltene Momente. Man sollte aufmerksam und neugierig durch die Straßen spazieren. Hat man den Einkaufszettel vor Augen, ist es schwieriger sie zu sehen. Sie tauchen mal hier, mal dort auf. Es ist einfach Glück.


Stichwort Fotografenglück: Gab es etwas Außergewöhnliches, was Ihnen vor die Linse gekommen ist?

Außer den Tieren? Ich habe mal 007 für eine Hamburger Tageszeitung fotografiert. Das war im Hotel Atlantic. Der Garagenmeister wies mir zufälligerweise auch noch den Stellplatz 007 zu. Sean Connery war unglaublich charmant. Er trug einen braunen Cordanzug und wirkte wie ein guter Nachbar von gegenüber. Zum Abschied schrieb er auf einen Zettel: If you ever need money give me a call.


Sie haben die Fotos im Kalender mit historischen Fakten zu den abgebildeten Orten ergänzt. Was ist Ihre Lieblingsgeschichte aus der Vergangenheit Eimsbüttels?

Eine ist, die mit Line, der Eule vor der Gaststätte Behr. Zwischen 1914 und 1964 war gegenüber die U-Bahnhaltestelle Hellkamp. Es heißt, dass dort freitags die Ehefrauen warteten, um ihre Männer mit den Lohntüten abzuholen. Damit sie nicht mit dem Geld in der Kneipe verschwanden.


Wie passen die historischen Fakten zu den Bildern?

Ich interessiere mich für die Geschichte, angefangen als Eymersbuttele noch eine Anhäufung von wenigen Höfen mit Wiesen und Feldern war. Kaum vorstellbar.

Die Tiere, die ich für den Kalender fotografiert habe, hätten damals hier leben können. Erst nach Aufhebung der Torsperre 1860 wuchs Hamburg auf die umliegenden Dörfer zu. Innerhalb kurzer Zeit entstanden Straßen und Wohnblocks.


Sie wohnen seit fast 30 Jahren hier. Wie hat sich Eimsbüttel in dieser Zeit verändert?

Im nördlichen Teil von Eimsbüttel, in dem ich wohne, lebten damals noch viel mehr Menschen, die den Krieg erlebt hatten. Und mit der Kundschaft verschwanden auch kleine Läden der alten Art. Ein Spirituosengeschäft, ein Schilderdienst, ein Mode-Laden usw. Leider müssen heute immer mehr Hinterhöfe, wie auch zB. der Künstlerhof in der Sillemstraße, dem Wohnungsbau weichen. Dadurch verliert das Viertel an Charme.

Schön ist, dass es tolle Nachbarschaftsprojekte gibt wie das Kreativhaus, den Stephanusgarten, das Tauschhaus. Und am Wegesrand entstehen inzwischen viele Gärtchen, die von Nachbarn bepflanzt und gepflegt werden.


Viele Ihrer Arbeiten drehen sich um Eimsbüttel. Was macht das Viertel als Fotomotiv spannend?

Die Menschen und dass es ein gewachsener Stadtteil ist, in dem immer noch relativ viele Alteingesessene leben. Ich wollte meine Heimat dokumentieren und nicht in die weite Welt reisen. Allerdings bin ich manchmal ein bisschen „betriebsblind“, weil ich hier schon so lange wohne. Dann hole ich mir Inspirationen und experimentiere, um neu im Stadtteil zu gucken.


An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?

Ich wollte einen zweiten Teil zu den inhabergeführten Geschäften realisieren, weil ich bei Teil Eins nicht alle alteingesessenen Geschäfte Eimsbüttels vorgestellen konnte. Aber es klappt bisher leider nicht. Auf meine Anfragen kamen kaum Rückmeldungen. Ich würde mich freuen, wenn durch diesen Artikel bei Geschäftsinhaber*innen das Interesse geweckt wird. Ich möchte diese Serie gerne weiterführen.

Aktuell arbeite ich an einem weieren dokumentarischen Projekt.

Ich porträtiere Eimsbütteler*innen im Alter von über 80 Jahren mit Text und Bild. Die Befragten sind hier aufgewachsen und kennen das Viertel wie ihre Westentasche. Total spannend. Jetzt möchte ich das Projekt noch erweitern und auch Menschen aller Altersgruppen aufnehmen, sodass eine umfangreiche Dokumentation unserer Zeit entsteht. Ob daraus eine Ausstellung, ein Bildband oder ein Multimedia-Stück wird, weiß ich noch nicht.

Interview in den Eimsbütteler Nachrichten am 27.11.2019

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